„Zu all den Dingen, die wir nicht sehen können, gesellen sich noch die Dinge,

die wir nicht sehen wollen, weil wir uns entschieden haben, sie zu ignorieren.

Im Augenblick habe ich zum Beispiel beschlossen, das Geräusch meines

Atems, das Gefühl des Rings an meinem Finger, den Anblick der Brille direkt

auf meiner Nase, ja sogar den der Nase selbst zu ignorieren. Die Blende einer

Kamera und die Pupille sind nicht dazu da, Informationen hereinzulassen,

sondern dazu, welche auszublenden. Wer je eine Kamera in der Hand hatte

weiss, dass zuviel Information einen genauso blind machen kann wie

zuwenig. Wenn Sie sich alle neun Sinfonien von Beethoven gleichzeitig

anhören wollen, würden Sie nur den Krach hören.“


K.C. Cole
Schriftsteller, geb. 22.08.1946 in Detroit